Nachhaltige Energie im Blick: AWF auf der Buch Wien 2025

Buch Wien 2025 | 12.11-16.11.2025
AWF Advanced Technologies präsentierte sich auf der Buch Wien 2025 als innovativer Impulsgeber für nachhaltige Digitalisierung. Das forschungsgetriebene Unternehmen setzt auf die Verbindung von KI, Datenverarbeitung und ökologischer Transformation – und stellte am Messe-Stand gleich zwei zentrale Schlüsselprojekte vor:
  • SoilEX: Ein KI-gestütztes System zur Erkennung von Minderertragsflächen in der Landwirtschaft. Durch die Auswertung von Satellitenbildern und Datenquellen identifiziert SoilEX frühzeitig Felder mit schwachem Pflanzenwachstum, um gezielte Gegenmaßnahmen wie präzisere Düngung zu ermöglichen. Dieses Werkzeug hilft Landwirten, Ressourcen zu sparen und sich an den Klimawandel anzupassen.

 

  • Hydromex: Eine digitale Plattform, die Akteure der Wasserstoffwirtschaft – von Entwicklern über Förderstellen bis zur Industrie – vernetzt. Hydromex bietet Zugang zu Studien, Marktanalysen, Leitfäden und Fördermöglichkeiten sowie einen Marktplatz für Projekte. Ziel ist es, die Machbarkeit von Wasserstoff-Technologien transparenter und skalierbar zu machen und so den Aufbau eines nachhaltigen Wasserstoff-Ökosystems zu beschleunigen.
 
Auf der Messe traf AWF mit diesen zukunftsweisenden Themen vor allem bei Fachpublikum ins Schwarze. In einer Podiumsdiskussion „Wasserstoff: Hoffnungsträger oder heiße Luft?“ diskutierten Jasmin Schiefer und weitere Experten lebhaft über Chancen und Grenzen der Wasserstofftechnologie. Zwar hielt sich der spontane Andrang allgemeiner Besucher in Grenzen, doch insbesondere technisch versierte Gäste zeigten großes Interesse und suchten das Gespräch. Insgesamt wurden 15 AWF-Infobroschüren ausgegeben – ein Zeichen dafür, dass die richtigen Zielgruppen erreicht wurden. Ausblick: AWF Advanced Technologies zieht aus dem Messeauftritt wertvolle Erkenntnisse und bedankt sich für das gezielte Interesse. Die positive Resonanz aus dem Fachpublikum bestärkt AWF darin, weiter an der Schnittstelle von KI und Nachhaltigkeit zu innovieren.2030 Green – Nachhaltige Visionen vor dem Start

Zusammenfassung Podiumsdiskussion: "Wasserstoff: Hoffnungsträger oder heiße Luft?"

Erstellt mit Google LLM Notebooks

Zu den FAQs der Podiumsdiskussion "Wasserstoff: Hoffnungsträger oder heiße Luft?"

1

Generelle Einschätzung und Notwendigkeit von Wasserstoff (H₂)

2

Anwendungsbereiche und Nutzung

3

Infrastruktur und Speicherung

4

Herausforderungen und Rahmenbedingungen

5

Arbeitsmarkt und Ausbildung

1. Generelle Einschätzung und Notwendigkeit von Wasserstoff (H₂)

Wasserstoff ist ein wichtiger Teil der Lösung, aber kein Allheilmittel oder alleiniger Lösungsbringer. Die Bewältigung der Klimakrise erfordert alle möglichen Technologien und Ansätze, wobei Wasserstoff ein wichtiges Puzzlestück darstellt.

Wasserstoff kann die Bewältigung des Klimawandels unterstützen und zur Lösung wirtschaftlicher Herausforderungen beitragen, indem Innovation und neue Technologien gefördert werden. In Wien wird H₂ als Möglichkeit betrachtet, das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen.

Wasserstoff ist flexibel einsetzbar sowie gut transport- und speicherbar. Er kann vor allem im Sinne der Versorgungssicherheit eingesetzt werden, besonders an Tagen, an denen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen (z.B. bei grauem, kaltem Wetter) unzuverlässig ist.

2. Anwendungsbereiche und Nutzung

Wasserstoff soll überall dort eingesetzt werden, wo es keine effizienteren Alternativen gibt. Dies umfasst im Wesentlichen:

Industrielle Prozesse: Hochenergieprozesse (z.B. Green Steel bei der VÖST) und der stoffliche Einsatz, wie in der chemischen Industrie oder bei der Herstellung von Computerchips.

Schwerlastverkehr: LKW, Schiffsverkehr, Flugzeuge und Baumaschinen, da hier mehr Energie benötigt wird als bei normalen Antriebstechnologien.

Stromspeicherung: Insbesondere die Langzeitspeicherung.

Im privaten PKW-Bereich ist die Elektrifizierung effizienter und hat sich am Markt durchgesetzt. Zwar sind Wasserstoffautos technisch möglich (als Elektroautos mit kleinerer Batterie und Brennstoffzelle), die Batterie-Technologie ist jedoch bereits industrialisiert und billiger.

Die Wiener Linien nutzen Wasserstoffbusse auf Strecken, die lange im Dauereinsatz sind oder sehr anspruchsvoll sind (z.B. hügelige Landschaften im Westen Wiens). Der Einsatz von Wasserstoff ist dort sinnvoll, um die hohen Anforderungen an Energie und die Herausforderung der doppelten Garagenplätze für Batteriebusse in einer Großstadt zu umgehen.

3. Infrastruktur und Speicherung

Ja, die Erdgasinfrastruktur (Pipelines und Speicher) kann höchstwahrscheinlich für Wasserstoff genutzt werden. Dies erfordert das Umwidmen von Gasleitungen und teilweise neue Leitungen, da die zukünftigen Erzeugungsgebiete andere sind. Tests zur Eignung der Leitungen (abhängig vom Stahlmaterial) laufen bereits in ganz Europa.

Die Speicherung war lange ein schwieriger Punkt. Es gibt nun Möglichkeiten zur Speicherung im Boden (in ehemaligen Erdgasfeldern) sowie innovative Feststoffspeicher. Die Firma Hydrosolid hat beispielsweise ein Nanopolymer entwickelt, das Wasserstoff wie einen Schwamm aufsaugt und dadurch eine Energiedichte ermöglicht, die mit 1000 bar komprimiertem Wasserstoff vergleichbar ist, jedoch nur bei 35 bar Druck erreicht wird.

4. Herausforderungen und Rahmenbedingungen

Der Preis ist aktuell das zentrale Problem, da die Wasserstoffproduktion teurer ist als die von Erdgas.

Experten wünschen sich mehr Pragmatismus in der Politik und vernünftige gesetzliche Grundlagen. Es fehlt an einer zuständigen Behörde sowie klaren Standards, beispielsweise zur Zertifizierung von grünem Wasserstoff.

Österreich hinkt bei der Regulatorik Deutschland hinterher, das als Vorbild dienen könnte, insbesondere bei der Gestaltung von Netzgebühren zur Förderung des Infrastrukturaufbaus. Im Gegensatz dazu gilt Österreich (speziell Wien) im östlichen Bereich (Slowakei, Ungarn, Slowenien) als „Held“ und Vorbild in Bezug auf die Aktivitäten.

Europa steht unter starkem Konkurrenzdruck, insbesondere von Ländern wie China, das Wasserstoff zu einer seiner zehn Zukunftstechnologien erklärt hat. Europa hat momentan drei Hauptprobleme: hohe Energiepreise, hohe Lohnkosten und hohe Bürokratie. Dies führt zu einer geringeren Konkurrenzfähigkeit.

5. Arbeitsmarkt und Ausbildung

Die Wasserstoffwirtschaft ist bereits relevant für den Arbeitsmarkt, da große Unternehmen eigene Wasserstoffabteilungen gründen. Die Wertschöpfungskette ist sehr breit und reicht von der erneuerbaren Stromproduktion über die Elektrolyseentwicklung bis hin zur Infrastruktur und Kundenabnahme.

Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch. Dies umfasst Ingenieurwissenschaften (z.B. an der TU Graz, TU Wien, FH Technikum Wien), aber auch Handwerksberufe wie Installateure und Elektriker, die für den Ausbau der Energieinfrastruktur insgesamt wichtig sind. Personen mit technischem Interesse wird eine de facto Jobgarantie in diesem Bereich in Aussicht gestellt.